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Initiative „Licht“ on tour

Kommunale Beleuchtung: Innovativ, nachhaltig und leistbar

Die Hoch-Zeit der Glühbirne ist vorüber. Neue Lampentechnologien, die energieeffizienter und kostensparender sind, erobern den Markt – und die Gemeinden.
Die Roadshow „Neue kommunale Beleuchtung“ ging im September zum zweiten Mal auf Tour durch Österreich. Mehr als 400 Teilnehmer/innen waren vom individuellen Service begeistert.

Mit insgesamt rund 400 Teilnehmern/innen in sechs Landeshauptstädten übertraf die diesjährige Roadshow die Erwartungen der Veranstalter. Vertreter/innen aus Städten und Gemeinden folgten der Einladung und zeigten großes Interesse an dem skizzierten Weg zu neuer energieeffizienter kommunaler Beleuchtung.

Licht

Modernes Licht für Österreichs Gemeinden

Licht-Experten/innen erklärten im Rahmen der Informationsveranstaltungen aktuelle Trends und zeigten Einsparpotenziale auf, die sich durch raschen Umstieg auf energieeffizientere Technologien ergeben. Wirtschaftlichkeit, Amortisation und Nachhaltigkeit wurden anhand von Best-Practice-Beispielen für Innen- und Außenbeleuchtung demonstriert. Finanzierungsexperten/innen berieten über Auswahl und Zugang der richtigen Finanzierung und Förderung.
Auslöser für diese Thematik ist die ErP-Richtlinie (Energy-related Products), die bis 2017 vorsieht, in der öffentlichen Innen- und Außenbeleuchtung veraltete Technologien umzurüsten. Der Austausch ineffizienter Beleuchtung in Österreich wird dabei maßgeblich zur Erreichung der klimapolitischen Ziele beitragen, denn die CO2-Emissionen reduzieren sich um rund 1,8 Mio. Tonnen pro Jahr.

Die Veranstaltungsreihe wurde von der UFH-Altlampen GmbH gemeinsam mit dem FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, dem Österreichischen Gemeindebund, der Kommunalkredit Austria und der Bundesinnung der Elektriker veranstaltet.

Fallbeispiel
Gemeinde mit
4.000 Einwohnern
Verbrauch/
Kosten
ALT

Verbrauch/
Kosten
NEU

Einsparung
Stromverbrauch für
Straßenbeleuchtung
216.000 kWh/a
99.400 kWh/a
54%
Stromkosten pro
Jahr
EUR 28.080.-
EUR 12.922.-
EUR 15.158.-
 CO2 Ausstoß
70,1 t/a
32,3 t/a
54%

Technologischer Lösungsansatz: Tausch der Leuchtmittel in effizientere Halogen-Metalldampflampen (35W, 70W), tlw. Tausch des Leuchtenkopfes und der Lampenfassungen, Vorschaltgeräte, Zündgeräte





Mehr Licht – weniger Kosten

Die Initiative zeigt deutlich, dass der Umstieg auf moderne Beleuchtung nicht nur mit Kosten, sondern gleichzeitig auch mit Chancen verbunden ist: Das Energieeinsparungspotenzial einer durchschnittlichen Gemeinde durch die Umrüstung auf moderne Beleuchtungskörper liegt bei bis zu 50 Prozent, die Kostenersparnis bei 30 Prozent. Damit rechnet sich in jedem Fall die Investition.
Als Kompetenzzentrum für das kommunale und infrastrukturnahe Projektgeschäft hat die Kommunalkredit bereits letztes Jahr mit der Finanzierungsinitiative „Licht“ eine Aktion initiiert, die sich für Gemeinden und Städte rechnet. Um anstehende Innen- und Außenbeleuchtungsprojekte umzusetzen und gleichzeitig auf Sicht Kosten zu sparen, macht es Sinn, sich mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Ob ein eher kleineres Projekt angedacht wird oder die gesamte Straßenbeleuchtung erneuert werden sollte, es gibt maßgeschneiderte Varianten. Dabei kooperiert die Kommunalkredit mit Energieversorgungsunternehmen und Lichtanbietern. Ferner gibt es unter bestimmen Gesichtspunkten auch die Möglichkeit, für die geplante Investition eine Förderung zu erhalten.


Moderne Finanzierungsalternative: Contracting

Als moderne Finanzierungsalternative für Energieinvestitionen hat sich das sogenannte Contracting etabliert. Hier übernimmt ein „Contractor“, ein spezialisiertes Unternehmen, die Investition und die Planung für Energieeffizienz-Maßnahmen in den Gemeinden. Bei Straßenbeleuchtungen spricht man von „Einspar-Contracting“, wo die erzielten Einsparungen an Energie die Investitionskosten des Contractors refinanzieren. Nach der Refinanzierung der Investition kommen die erzielten Energieeinsparungen dem Gemeindebudget zugute.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter
www.kommunalkredit.at , www.gemeindebund.at , www.feei.at